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ReLEx SMILE: Ablauf, Kosten und für wen die Methode geeignet ist

21. August 2026

Die ReLEx SMILE ist das derzeit modernste und besonders gewebeschonende Augenlaser-Verfahren – und kommt ganz ohne Flap aus. Doch für wen eignet sich die Methode, wie läuft der Eingriff ab und was kostet er? Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen fundierten Überblick.

Das Wichtigste in Kürze

  • ReLEx SMILE (auch KLEx genannt) korrigiert Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung – Weitsichtigkeit ist damit derzeit nicht behandelbar.
  • Der Eingriff kommt ohne Hornhautdeckel (Flap) aus und gilt als besonders schonend, auch für Menschen mit trockenen Augen.
  • Nach den Empfehlungen der Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) liegt der Anwendungsbereich bei Kurzsichtigkeit bis −8 Dioptrien (Grenzbereich bis −10), bei Hornhautverkrümmung bis −5 Dioptrien.
  • Die Kosten liegen bei etwa 2.000–3.000 € pro Auge; gesetzliche Krankenkassen übernehmen sie nicht.
  • Voraussetzung sind Volljährigkeit, eine seit rund 12 Monaten stabile Sehstärke und eine gesunde Hornhaut ausreichender Dicke.

Was ist ReLEx SMILE?

ReLEx SMILE ist ein minimalinvasives Augenlaser-Verfahren, das Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung in einem einzigen Schritt korrigiert. Die Abkürzung SMILE steht für „Small Incision Lenticule Extraction“. Dabei formt ein Femtosekundenlaser im Inneren der Hornhaut ein hauchdünnes Gewebescheibchen, das sogenannte Lentikel, und entnimmt es durch einen nur 2–4 mm kleinen Schnitt. Ein Hornhautdeckel (Flap) wie bei der Femto-LASIK ist nicht nötig – die Hornhautoberfläche bleibt weitgehend unberührt. In Deutschland ist das Verfahren seit 2011 zugelassen. Mehr zur Technik lesen Sie auf unserer SMILE-Methodenseite.

Für wen ist ReLEx SMILE geeignet?

Geeignet ist ReLEx SMILE vor allem für kurzsichtige Patientinnen und Patienten – mit oder ohne Hornhautverkrümmung. Weitsichtigkeit lässt sich damit derzeit nicht korrigieren; hier kommen andere Verfahren infrage. Die von der KRC empfohlenen Bereiche im Überblick:

Fehlsichtigkeit Behandelbar mit ReLEx SMILE
Kurzsichtigkeit (Myopie) Anwendungsbereich bis −8 dpt, Grenzbereich bis −10 dpt
Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bis −5 dpt
Weitsichtigkeit (Hyperopie) derzeit nicht möglich

Bei sehr geringer Kurzsichtigkeit (etwa unter −3 dpt) ist das Verfahren oft ungeeignet, weil das Lentikel zu dünn würde. Nicht durchgeführt wird SMILE zudem bei zu dünner Hornhaut, bei Hornhauterkrankungen wie Keratokonus sowie während Schwangerschaft und Stillzeit. Weitere Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 18 Jahren und eine seit etwa 12 Monaten stabile Sehstärke (Veränderung höchstens 0,5 dpt). Ob SMILE für Sie infrage kommt, klärt letztlich eine augenärztliche Voruntersuchung – einen ersten Anhaltspunkt liefert unser Online-Eignungstest.

Wie läuft die ReLEx SMILE Behandlung ab?

Der Eingriff wird ambulant und in wenigen Minuten pro Auge durchgeführt. Das Auge wird zunächst mit Augentropfen örtlich betäubt; auf Wunsch gibt es ein leichtes Beruhigungsmittel. Anschließend erzeugt der Femtosekundenlaser in wenigen Sekunden das Lentikel im Hornhautinneren. Der Operateur entnimmt es durch den kleinen Zugang – fertig. Da kein Flap geschnitten und nicht genäht wird, verläuft die Heilung in der Regel zügig: Viele Patientinnen und Patienten sehen schon nach ein bis zwei Tagen deutlich besser und sind rasch wieder arbeitsfähig. Den genauen Nachsorgeverlauf besprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam.

Was kostet ReLEx SMILE?

Eine ReLEx SMILE kostet in Deutschland etwa 2.000–3.000 € pro Auge. Damit liegt sie preislich über der Femto-LASIK, was auf die modernere Lasertechnik zurückgeht. Zur Einordnung die gängigen Preisspannen pro Auge:

Verfahren Kosten pro Auge (ca.)
ReLEx SMILE 2.000–3.000 €
Femto-LASIK 1.250–2.500 €
Trans-PRK 800–1.800 €

Da Augenlasern als individuelle Gesundheitsleistung gilt, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten nicht; private Versicherer entscheiden im Einzelfall. Einen Überblick über alle Verfahren finden Sie auf unserer Seite Augenlasern Kosten.

Welche Vorteile und Nachteile hat ReLEx SMILE?

Der größte Vorteil ist die Schonung des Gewebes: Ohne Flap entfallen flapbedingte Komplikationen, und trockene Augen treten seltener auf – ein Pluspunkt gerade für empfindliche Augen. Auch bei etwas dünnerer Hornhaut ist SMILE oft möglich. Grenzen gibt es aber auch: Weitsichtigkeit lässt sich nicht behandeln, sehr geringe Kurzsichtigkeit ebenfalls nicht, und eine spätere Nachkorrektur erfolgt in der Regel mit einem anderen Verfahren wie der LASIK. Wie sich SMILE und Femto-LASIK im Detail unterscheiden, lesen Sie in unserem Vergleich Femto-LASIK oder SMILE. Mögliche Nebenwirkungen erläutern wir im Beitrag Risiken der SMILE-Methode.

Häufige Fragen zu ReLEx SMILE

Ist ReLEx SMILE schmerzhaft?
Nein. Das Auge wird mit Augentropfen betäubt, sodass der Eingriff in der Regel schmerzfrei ist. Manche Menschen empfinden kurz ein leichtes Druckgefühl.

Wie lange dauert die Heilung?
Da kein Flap angelegt wird, verläuft die Heilung zügig. Viele Patientinnen und Patienten sehen bereits nach ein bis zwei Tagen deutlich besser.

Was ist der Unterschied zwischen SMILE und Femto-LASIK?
Bei der Femto-LASIK wird ein Hornhautdeckel (Flap) geschnitten, bei ReLEx SMILE nicht – hier wird das Lentikel durch einen winzigen Schnitt entnommen.

Zahlt die Krankenkasse ReLEx SMILE?
Gesetzliche Krankenkassen zahlen nicht. Private Versicherer übernehmen die Kosten je nach Tarif im Einzelfall.


Redaktioneller Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine augenärztliche Beratung. Angaben zu Anwendungsbereichen orientieren sich an den Empfehlungen der Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) von DOG und BVA; Preise sind Richtwerte (Stand: August 2026) und variieren je nach Klinik und Befund. Eine medizinische Prüfung vor Veröffentlichung wird empfohlen.