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Heuschnupfen und Augenallergien: Ursachen, Symptome und Behandlung

14. Juni 2024

Mit dem Frühling kommen nicht nur wärmere Temperaturen und blühende Landschaften, sondern für viele Menschen auch lästige Allergien, insbesondere Heuschnupfen. Eine der häufigsten Begleiterscheinungen des Heuschnupfens sind Augenallergien, die mit einer Vielzahl unangenehmer Symptome einhergehen können. In diesem Beitrag werfen wir einen detaillierten Blick auf die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Augenallergien.

Ursachen von Augenallergien

Augenallergien werden in der Regel durch den Kontakt mit Allergenen ausgelöst, die vom Immunsystem als potenziell gefährlich eingestuft werden. Typische Allergene sind Pollen, Tierhaare und -schuppen, Hausstaubmilben, Schimmelpilzsporen sowie bestimmte Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Wenn diese Allergene mit den Augen in Kontakt kommen, löst das Immunsystem eine allergische Reaktion aus.

Bei Allergikern werden spezielle Abwehrstoffe wie Antikörper gebildet, die verschiedene Gewebshormone freisetzen, insbesondere Histamin. Histamin ist maßgeblich an der Entstehung der typischen allergischen Symptome beteiligt, wie Juckreiz, Schwellungen, Rötungen und Tränenfluss.

Symptome von Augenallergien

Die Symptome von Augenallergien können vielfältig sein und reichen von geröteten, brennenden und juckenden Augen bis hin zu tränenden Augen und Schwellungen der Augenlider. Manche Menschen erleben sogar geschwollene Augen, die das Sehvermögen beeinträchtigen können. Diese Symptome treten in der Regel unmittelbar nach Kontakt mit dem Allergen auf und können von leicht bis schwer variieren.

Augenallergien können zwar äußerst lästig und unangenehm sein, aber in der Regel richten sie keinen dauerhaften Schaden an den Augen an. Die meisten Symptome sind vorübergehend und klingen ab, sobald der Kontakt mit dem Allergen eingestellt wird oder die Behandlung eingeleitet wird.

Beeinträchtigung des Sehvermögens

Allerdings kann eine unbehandelte oder unzureichend behandelte Augenallergie zu Komplikationen führen, die das Sehvermögen beeinträchtigen können. Langfristige und schwere Symptome wie chronische Entzündungen der Bindehaut (Konjunktivitis) oder Hornhautschäden können auftreten, insbesondere wenn die Augenallergie chronisch ist und über längere Zeit nicht angemessen behandelt wird.

Darüber hinaus können wiederholte Entzündungsreaktionen der Bindehaut das Risiko für andere Augenerkrankungen erhöhen oder vorhandene Augenerkrankungen wie trockenes Augen verschlimmern. In seltenen Fällen können schwere allergische Reaktionen, wie eine Bindehautschwellung (chemische Konjunktivitis) oder eine Hornhautentzündung (Keratitis), auftreten, die sofortige ärztliche Behandlung erfordern.

Behandlung von Augenallergien

Die Behandlung von Augenallergien zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und den Kontakt mit Allergenen zu reduzieren. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, darunter:

  • Langzeittherapie (Desensibilisierung): Bei der Desensibilisierung wird der Patient über einen längeren Zeitraum hinweg regelmäßig mit dem Allergen konfrontiert, um eine Toleranz gegenüber diesem aufzubauen. Diese Therapieform kann bei über 70 Prozent der Fälle wirksam sein.
  • Medikamentöse Therapie: Antiallergika in Form von Augentropfen oder Nasenspray können verwendet werden, um die allergische Reaktion zu unterdrücken und die Symptome zu lindern. Dazu gehören Mastzellstabilisatoren und H1-Blocker, die die Freisetzung von Histamin hemmen.
  • Akuttherapie: Bei akuten und starken Symptomen können hochselektive H1-Blocker verschrieben werden, um die entzündliche Reaktion zu blockieren und die Symptome schnell zu lindern.

Tipps für Kontaktlinsenträger

Für Personen, die Kontaktlinsen tragen, können Augenallergien besonders belastend sein. Es wird empfohlen, weiche Kontaktlinsen während der Pollensaison zu vermeiden und stattdessen auf Tageslinsen oder eine gebogene Sonnenbrille zurückzugreifen. Antiallergische Augentropfen sollten mit dem Kontaktlinsenhersteller abgestimmt werden, um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden.

Insgesamt ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung entscheidend, um die Lebensqualität von Menschen mit Augenallergien zu verbessern und Komplikationen zu vermeiden. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen ist es ratsam, einen Arzt oder Allergologen aufzusuchen, um die bestmögliche Behandlung zu erhalten.

Pollenbelastung wirksam reduzieren:

  • Halten Sie während der Hauptpollenflugzeiten (normalerweise morgens und abends) Fenster und Türen geschlossen, um das Eindringen von Pollen in Ihr Zuhause zu minimieren.
  • Installieren Sie Pollenschutzgitter an Fenstern und Türen, um das Eindringen von Pollen zu verhindern, während gleichzeitig die Luftzirkulation gewährleistet wird.
  • Verwenden Sie Luftreiniger mit HEPA-Filtern, um die Luft in Ihrem Zuhause von Pollen zu reinigen. Stellen Sie sicher, dass der Luftreiniger für die Raumgröße geeignet ist und regelmäßig gereinigt und gewartet wird.
  • Vermeiden Sie das Trocknen von Kleidung im Freien während der Pollensaison, da sich Pollen auf Ihrer Kleidung ablagern und in Ihr Zuhause gelangen können.
  • Duschen Sie vor dem Schlafengehen, um Pollen von Ihrer Haut und Ihren Haaren zu entfernen und das Einschleppen von Pollen ins Bett zu minimieren.
  • Wechseln Sie nach dem Aufenthalt im Freien sofort Ihre Kleidung und waschen Sie diese, um Pollen zu entfernen und die Belastung in Ihrem Zuhause zu reduzieren.
  • Versuchen Sie, Outdoor-Aktivitäten wie Gartenarbeit oder Sport während hoher Pollenkonzentrationen zu vermeiden, um Ihre Exposition gegenüber Pollen zu reduzieren.
  • Tragen Sie eine Sonnenbrille und eine Mütze im Freien, um Ihre Augen und Ihre Kopfhaut vor Pollen zu schützen.
  • Informieren Sie sich über den aktuellen Pollenflug und planen Sie Ihre Aktivitäten entsprechend. Vermeiden Sie Orte mit hoher Pollenbelastung, wenn möglich.