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Linsenimplantation bei starker Kurzsichtigkeit: Alternativen zum Lasern

6. Februar 2026

Von starker Kurzsichtigkeit sprechen Ärzte in der Regel ab etwa -6 Dioptrien. Betroffene können ohne Sehhilfe kaum Details in der Ferne erkennen. In manchen Fällen reichen die Werte bis -10 Dioptrien oder mehr. Bei dieser Ausprägung wird das Augenlasern oft kritisch: Die Hornhaut muss dick genug sein, um sicher abgetragen zu werden. Ist das nicht der Fall, wird von einer Laser-OP meist abgeraten.

Warum ist Augenlasern nicht immer geeignet?

Das Augenlasern (z. B. Femto-LASIK oder SMILE / KLEx) setzt eine stabile Hornhautstruktur voraus. Bei sehr hoher Kurzsichtigkeit müsste zu viel Gewebe entfernt werden. Auch eine zu dünne Hornhaut oder bestimmte Augenerkrankungen schließen eine Laserbehandlung aus. In solchen Fällen kann die Linsenimplantation bei starker Kurzsichtigkeit eine sichere und effektive Lösung darstellen.

Welche Linsenverfahren gibt es?

  • ICL (Implantierbare Collamer-Linse): Eine flexible Kunstlinse wird zwischen Iris und eigener Linse eingesetzt. Die natürliche Linse bleibt erhalten. Der Eingriff ist reversibel und wird ambulant durchgeführt.
  • Refraktiver Linsentausch (RLA): Bei diesem Verfahren wird die natürliche Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Es ist vergleichbar mit einer Katarakt-OP, wird aber zur Fehlsichtigkeitskorrektur eingesetzt.

Vorteile einer Linsenimplantation

  • Geeignet auch bei extrem hohen Dioptrienzahlen
  • Keine Abtragung der Hornhaut notwendig
  • Reversibel (ICL): Linse kann bei Bedarf entfernt werden
  • Stabiles Sehergebnis bei gleichbleibender Augengesundheit

Bin ich zum Augenlasern geeignet?

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Gibt es Risiken?

Wie jeder operative Eingriff birgt auch eine Linsenimplantation gewisse Risiken. Dazu zählen erhöhter Augeninnendruck, Infektionen oder Blendempfindlichkeit. Bei richtiger Nachsorge und einem erfahrenen Operateur sind Komplikationen jedoch selten.

Was kostet eine Linsenimplantation?

Die Kosten für eine Linsenimplantation bei starker Kurzsichtigkeit liegen je nach Verfahren, Klinik und Linsentyp zwischen 2.000 und 3.500 Euro pro Auge. In der Regel werden die Kosten bei reiner Fehlsichtigkeitskorrektur nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Bei medizinischer Notwendigkeit oder bestimmten Sonderfällen kann jedoch eine teilweise Erstattung möglich sein. Private Versicherungen zahlen je nach Vertrag.

Fazit: Wenn Lasern nicht geht, ist Linsenimplantation eine echte Alternative

Für viele Menschen mit starker Kurzsichtigkeit ist die Linsenimplantation eine hervorragende Möglichkeit, dauerhaft ohne Brille zu sehen. Sie ist sicher, effektiv und bietet klare Vorteile, wenn Augenlasern nicht infrage kommt. Ob ICL oder refraktiver Linsentausch: Wichtig ist eine ausführliche augenärztliche Beratung und Voruntersuchung. Nur so lässt sich feststellen, welches Verfahren am besten zu Ihren Augen passt.