Skip to main content

Nachstar: Ursachen, Symptome und Behandlung

21. Februar 2025

Nach einer Grauen-Star-Operation kann es einige Zeit später zu einem sogenannten Nachstar kommen. Viele Betroffene sind zunächst verunsichert, wenn ihre Sehkraft nach der Operation wieder nachlässt. Doch der Nachstar ist keine erneute Erkrankung des Grauen Stars und lässt sich in der Regel problemlos behandeln.

Was ist ein Nachstar?

Ein Nachstar (medizinisch: PCO, posterior capsule opacification) entsteht, wenn sich die hintere Linsenkapsel, die bei der Grauen-Star-Operation im Auge verbleibt, eintrübt. Diese Kapsel dient als Halterung für die künstliche Linse, die während der Operation eingesetzt wird. Durch Zellwachstum auf dieser Linsenkapsel kann es zu einer Eintrübung kommen, die das Sehen beeinträchtigt.

Wer ist vom Nachstar betroffen?

Ein Nachstar tritt bei etwa 20–30 % der Patienten nach einer Grauen-Star-Operation auf. Dabei können Wochen, Monate oder sogar Jahre nach der Operation vergehen, bis die Symptome spürbar werden. Besonders bei jüngeren Patienten ist die Wahrscheinlichkeit eines Nachstars höher, da ihr Gewebe aktiver ist.

Bin ich zum Augenlasern geeignet?

Testen Sie Ihre Eignung und finden Sie die passende Augenlaser-Methode für Ihre individuelle Situation.

Symptome eines Nachstars

Die Symptome ähneln denen des ursprünglichen Grauen Stars, sind jedoch nicht so ausgeprägt:

  • Verschwommenes Sehen: Die Sicht wird zunehmend unscharf.
  • Blendempfindlichkeit: Lichtquellen erscheinen heller oder unangenehm.
  • Sehvermögen bei Dämmerung: Besonders bei schlechten Lichtverhältnissen verschlechtert sich die Sicht.
  • Schleiersehen: Manche Betroffene berichten von einem Gefühl, als würden sie durch einen Schleier schauen.

Behandlung des Nachstars

Die gute Nachricht: Ein Nachstar lässt sich schnell und schmerzfrei behandeln. Mit einer Lasertherapie, dem sogenannten YAG-Laser, wird die trübe Linsenkapsel geöffnet. Dieser Eingriff dauert nur wenige Minuten, erfordert keine Betäubung und verbessert das Sehvermögen sofort.

Der Laser erzeugt eine winzige Öffnung in der Kapsel, durch die das Licht wieder ungehindert auf die Netzhaut fällt. Das Ergebnis ist eine klare Sicht, ohne dass eine erneute Operation notwendig ist.

Vorbeugung und Nachsorge

Ein Nachstar lässt sich nicht vollständig vermeiden, da er von der individuellen Wundheilung und Zellaktivität abhängt. Allerdings kann die Wahl moderner Linsen während der Grauen-Star-Operation das Risiko verringern. Nach der Operation sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Fazit

Der Nachstar ist eine häufige, aber gut behandelbare Folge einer Grauen-Star-Operation. Dank moderner Lasertherapie können Betroffene ihre Sehkraft schnell zurückgewinnen. Wenn Sie nach einer Grauen-Star-Operation bemerken, dass Ihre Sicht nachlässt, zögern Sie nicht, Ihren Augenarzt aufzusuchen – eine schnelle Behandlung bringt oft eine deutliche Verbesserung.