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So gefährlich ist die Sonne (UV-Strahlung) für unsere Augen

21. März 2025

Endlich wieder Frühling, endlich wieder sonniges Wetter. Dabei ist die Sonne nicht nur eine Quelle für Wärme und Licht, sondern auch für ultraviolette (UV) Strahlung. Sie hat das Potenzial, nicht nur die Haut, sondern auch die Augen zu schädigen. Während viele Menschen auf Sonnenschutzmittel achten, wird der Schutz der Augen gegen UV-Strahlung häufig vernachlässigt. Dabei können zu hohe UV-Belastungen langfristige Schäden an den Augen verursachen.

Was ist UV-Strahlung?

Ultraviolette Strahlung ist ein unsichtbarer Teil des Sonnenlichts, der kürzere Wellenlängen als sichtbares Licht aufweist. Sie lässt sich in drei Kategorien unterteilen:

UV-A-Strahlung

Diese hat die längste Wellenlänge und macht etwa 95 % der UV-Strahlung aus, die die Erde erreicht. UV-A-Strahlung dringt tief in die Haut und auch in das Auge ein und ist verantwortlich für die Hautalterung sowie die Bildung von Katarakten (Grauer Star).

UV-B-Strahlung

Sie hat eine mittlere Wellenlänge und ist energiereicher als UV-A-Strahlung. UV-B-Strahlung verursacht Sonnenbrand und spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Hautkrebs. Diese Strahlung ist auch schädlich für die Augen, da sie die Hornhaut und die Linse schädigen kann.

UV-C-Strahlung

Diese Strahlung hat die kürzeste Wellenlänge und ist die energiereichste. Glücklicherweise wird UV-C-Strahlung größtenteils von der Erdatmosphäre absorbiert und erreicht uns nicht in nennenswertem Maß.

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Augenerkrankungen im Zusammenhang mit UV-Strahlung

Eine zu hohe Exposition gegenüber ultravioletter Strahlung kann verschiedene Augenkrankheiten und -erkrankungen begünstigen. Experten sehen einen Zusammenhang zwischen hoher UV-Belastung und den folgenden Erkrankungen rund um das Auge:

  • Katarakt (Grauer Star): Eine der häufigsten Ursachen für eine Sehverschlechterung im Alter ist die Schädigung der Augenlinse durch UV-B-Strahlung. Diese Strahlung führt dazu, dass sich Proteine in der Linse verändern und trüben, was das Sehen beeinträchtigt.
  • Makuladegeneration: Eine langfristige UV-Exposition kann die Makula (den Bereich des Auges, der für das scharfe Sehen verantwortlich ist) schädigen und das Risiko für eine Makuladegeneration erhöhen, die zu dauerhafter Sehbeeinträchtigung führen kann.
  • Photokeratitis: Diese als „Schneeblindheit“ bekannte Erkrankung tritt auf, wenn die Hornhaut des Auges durch eine hohe Dosis an ultravioletter Strahlung gereizt wird. Die Symptome ähneln denen einer starken Bindehautentzündung und beinhalten schmerzhafte Augen, Rötung und verschwommenes Sehen.
  • Bindehautentzündung: Eine Entzündung der Bindehaut, die durch UV-Strahlung, insbesondere in hoch reflektierenden Umgebungen wie Schnee oder Wasser, verursacht werden kann. Dies führt zu Schmerzen, Rötung und einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Licht.
  • Pterygium: Eine gutartige Wucherung der Bindehaut, die in den Augapfel hineinwachsen kann. Dies ist besonders in Regionen mit starker Sonneneinstrahlung verbreitet und kann in schweren Fällen das Sehvermögen beeinträchtigen.
  • Hautkrebs rund um die Augen: Wie auch am übrigen Körper, kann die Haut rund um das Auge an Hautkrebs erkranken. Häufig äußert sich das durch kleinere Verletzungen am Unterlid.

Schutzmaßnahmen gegen UV-Strahlung

Um die Augen vor den schädlichen Auswirkungen der UV-Strahlung zu schützen, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • UV-Schutzbrillen: Eine der effektivsten Maßnahmen zum Schutz der Augen ist das Tragen von Sonnenbrillen mit einem hohen UV-Schutz (mindestens 99-100 % UV-A- und UV-B-Schutz). Achten Sie darauf, dass die Brillen eine breite, möglichst große Fläche abdecken, um auch die seitlich einfallende Strahlung zu minimieren. Besonders empfehlenswert sind Brillen mit polarisierenden Filtern, die zusätzlich Blendungen reduzieren.
  • Hüte und Kappen: Ein breitkrempiger Hut oder eine Kappe kann dazu beitragen, den Bereich rund um die Augen vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Dies ist besonders in Situationen sinnvoll, in denen eine Sonnenbrille nicht getragen werden kann.
  • Vermeidung der intensiven Mittagssonne: Ultraviolette Strahlung ist in der Zeit zwischen 10 und 16 Uhr am intensivsten. Wenn möglich, sollte man in dieser Zeit direkte Sonneneinstrahlung meiden oder Schutzmaßnahmen verstärken.
  • Sonnenschutz auch für Kinder: Kinderaugen sind besonders empfindlich gegenüber UV-Strahlung, da ihre Pupillen größer sind und die Linse noch nicht voll entwickelt ist. Daher ist es besonders wichtig, auch bei Kindern auf einen ausreichenden UV-Schutz zu achten.
  • Reflektierende Oberflächen beachten: Ultraviolettee Strahlung wird von Oberflächen wie Wasser, Sand und Schnee reflektiert. Wer sich in solchen Umgebungen aufhält, sollte zusätzlich zu einer Sonnenbrille auch eine Kopfbedeckung tragen, um den Schutz zu maximieren.

Fazit

UV-Strahlung ist nicht nur schädlich für die Haut, sondern kann auch schwerwiegende Folgen für die Augen haben. Eine langfristige UV-Exposition kann zu verschiedenen Augenkrankheiten führen, darunter Katarakt, Makuladegeneration und Photokeratitis. Durch präventive Maßnahmen wie das Tragen von hochwertigen UV-Schutzbrillen, das Meiden der intensiven Mittagssonne und das Beachten reflektierender Oberflächen lässt sich der Schutz der Augen erheblich verbessern. Gerade im Sommer sollte der Schutz der Augen ebenso selbstverständlich sein wie der Sonnenschutz für die Haut.